Klarheit und Balance

Achtsamkeit macht entspannt und lässt das Leben fließen

„Wir sind überfordert. Wir sind gereizt. Wir erfahren zu viel und wissen zu wenig. Hilflos strampeln, schneller sein, in zu vollen Verkehrsmitteln, das Dauerrauschen von Gier und Angst, all das macht: sauer. Neidisch. Aggressiv.“                                                                                                                                                                      Sibylle Berg

Hektik im Job, endlose To-Do-Listen oder fordernde Freunde und Familie. Unser Alltag ist geprägt von ständiger Erreichbarkeit, Dauerbelastung und Stress. Das macht uns nicht zu besseren Menschen. Wir wollen alles schaffen, allen entsprechen und sind permanent damit beschäftigt uns selbst zu optimieren. Egal ob im Job, als Mutter, Ehefrau, Tochter oder Freundin – wir laufen und laufen und laufen.

Da wächst bei vielen der Wunsch nach Ruhe und Fokussierung.

Achtsamkeit ist eine gute Möglichkeit um Klarheit und Balance in der Unruhe des Alltags zu finden. Du schärfst deinen Geist, förderst emotionale Intelligenz und schaffst Raum für Konzentration und Kreativität. Achtsames handeln hilft, besser mit Angst und Stress umzugehen. Du bist in der Lage Kraft zu sammeln, um in den entscheidenden Momenten ein Maximum zu leisten.

Auch wenn Achtsamkeit tatsächlich zu mehr Leistungsfähigkeit führen kann, ist es keine weitere Technik zur Selbstoptimierung sondern eine Art und Weise wie wir mit uns und der Welt umgehen.

Als grundlegende Übung im Buddhismus wurde sie bereits in frühen Schriften beschrieben und ist eine Form von Aufmerksamkeit um ein klares Bewusstsein zu erlangen und stärkt Weisheit und Mitgefühl. Nach Jon Kabat-Zinn ist Achtsamkeit eine Aufmerksamkeit, die absichtsvoll ist, sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht, und nicht wertend ist. Er ist Wissenschaftler, Autor und entwickelte MBSR. Das ist ein Programm zur Stressbewältigung durch Achtsamkeitsübungen und die Achtsamkeitsmeditation.

„Denn das ist eben die Eigenschaft der wahren Aufmerksamkeit, dass sie im Augenblick das Nichts zu allem macht.“                                                                                              Johann Wolfang von Goethe, in: Wilhelm Meisters Wanderjahre

Achtsamkeit ist also kein weiteres Tool zur Perfektionierung. Es ist eine Art zu sein. Du stärkst die Verbindung zu dir selbst und schärfst deine Intuition, wenn du mal einen Gang rausnimmst und Dinge bewusst tust und bewusst wahrnimmst.

Viele sind mit ihrer mentalen Energie in der Vergangenheit oder in der Zukunft, obwohl das Leben ja jetzt stattfindet. Nur die wenigsten sind wirklich präsent und wach in diesem Moment. Je mehr du jedoch von diesen Momenten verpasst, desto schneller rauscht die Reise des Lebens vorbei.

Es gibt Achtsamkeitsübungen, die Spaß machen und eine enorme Wirkung haben. Nichts Kompliziertes, aber kleine Dinge, die du leicht in deinen Alltag integrieren kannst:

Geduld – Dinge entfalten sich in ihrem eigenen Tempo. Geduld bedeutet, im Kontakt zu sein mit der Zeit der Dinge und diese anzuerkennen. Das lässt dich Details der Welt mitbekommen und gibt Raum für entspannte Momente.

Versuch doch, mal ohne dich mit deinem Smartphone zu beschäftigen, an der Bushaltestelle zu warten. Sei einfach da und beobachte ohne zu bewerten und zu verurteilen. Das sorgt für mehr Zufriedenheit und schärft auch deine Intuition.

Akzeptanz – Die Dinge sind so wie sie sind. Wenn wir sie jetzt akzeptieren können wie sie sind, verändert das schon den nächsten Moment.

Versuch doch mal, dich 24 Stunden nicht zu beschweren. Immer, wenn du es doch tust, fängst du wieder von vorne an. Das ist zum Anfang gar nicht so einfach wird aber besser und macht herrlich leicht. 😉

Dankbarkeit – Sag doch mal Danke für die guten Dinge! Dankbarkeit hat eine enorme Wirkung. Probier´s mal aus und schreibe jeden Tag 3 drei Dinge auf für die du heute dankbar bist.

Oder ein Glas für wunderbare Dinge: Immer, wenn was Tolles passiert, schreibst du es auf und gibst es in das Glas um es nicht gleich wieder zu vergessen. Man kann sehen, wie sich das Glas mit wunderbaren Dingen füllt und wenn du einen schweren Moment hast, ist das Glas voller Wunder an die du dich erinnern kannst. Das macht Spaß und ist auch toll für Kinder.

Meditation  Im Atmen liegt Power. Meditation schafft inneren Frieden, stärkt die Intuition und gibt Kraft. Es genügt, mit zehn Minuten täglich zu beginnen. Mach es dir an einem schönen Platz gemütlich und horche in dich hinein. Schließe die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem. Lass Gedanken einfach kommen und gehen und nimm dich wahr. Das ist alles. Du kannst dabei nichts falsch machen.

„Wenn du die Berührung mit der inneren Stille verlierst, verlierst du den Kontakt mit dir selbst. Wenn du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich in der Welt.“                                                                                                                                                                                                                                                         Eckhard Tolle

Es gibt verschiedene Themen mit denen du dich beschäftigen kannst. Such dir einfach eines, das gut zu dir passt und fang an.

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